
Sandra Hüller gibt sich in “Rose” als Mann aus © Schubert, ROW Pictures, Walker+Worm Film / Gerald_Kerkletz
Gleich zwei österreichische Produktionen gehen heuer ins Rennen um den Goldenen Bären: Im Drama Rose von Regisseur Markus Schleinzer verköpert Sandra Hüller eine Frau im 17. Jahrhundert, die als Mann verkleidet ein guter Bürger sein will. Hinter der Produktion steht Schubert aus Wien gemeinsam mit ROW Pictures und Walker + Worm Film aus Deutschland; Kinostart ist am 16. April 2026.
Im Wettbewerbsfilm The Loneliest Man in Town bricht die Welt des legendären Wiener Bluesmusikers Al Cook zusammen, als er seine Wohnung und sein geliebtes Probestudio verliert. Auf der Suche nach einem neuen Glück quer durch Wien begleitet ihn das Regie- und Produzent*innen-Duo Tizza Covi und Rainer Frimmel (Vento Film).
Im Rahmen einer Special Gala wird indes die Weltpremiere von Die Blutgräfin von Ulrike Ottinger gewürdigt. Die Vampirkomödie der renommierten Regisseurin ist mit Isabelle Huppert, Birgit Minichmayr und Lars Eidinger hochkarätig besetzt: Huppert verkörpert die ungarische Gräfin Erzsebet Bathory, die der Legende nach als Vampirin ihr Unwegen getrieben haben soll, und nun mit ihrer Zofe (Minichmayr) einen "neuen Tanz der Vampire" einläutet. Der Film wurde von Amour Fou Vienna, Amour Fou Luxembourg und Heimatfilm produziert und startet am 30. Oktober 2026 in den österreichischen Kinos.
In der Sektion Panorama zeigt Adrian Goiginger seine Literaturverfilmung Vier minus drei. Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film von Barbara (Valerie Pachner), die bei einem Unfall ihren Partner Heli (Robert Stadlober) und die zwei gemeinsamen Kinder verliert. Mutig und unkonventionell findet die professionelle Clownin ihren ganz eigenen Weg, mit der Trauer umzugehen. 2010 Entertainment, von Goiginger mitgegründet, produzierte gemeinsam mit Giganten Film (D); Kinostart ist am 6. März 2026.
Ebenda zeigt PANAMA Film London, ein Roadmovie von Sebastian Brameshuber. Auf dem Weg, um seine frühere Liebe Arthur am Sterbebett zu besuchen, pendelt Bobby (71) auf der Westautobahn und bietet seine Fahrten als Fahrgemeinschaften an. Dabei strandet er eines Abends mit zwei Mitfahrenden auf einem verwilderten Rastplatz und beginnt, von Arthur zu erzählen, dessen Leben stets ein ungelöstes Rätsel für ihn blieb.
Die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin finden von 12. bis 22. Februar 2026 statt.